Sonntag, 5. September 2010

 

 

Unser Namenspatron

Walter Erbe (1909 - 1967)

 

 

Zitat

Der Anspruch an die Schule, den Menschen zum verantwortlichen Staatsbürger zu erziehen, bedeutet zweierlei:

Erstens die Beibringung von Sachwissen, über Gesetzgebung, Regierung, Verwaltung, Rechtsprechung, Parteien, über Gemeinden, Staat, überstaatliche Zusammenschlüsse, internationale Organisation. Dieses ist Sache der Absicht, der verstandesmäßigen Darlegung und damit des Planens.
Das zweite ist das Erwecken des Geistes der Gemeinschaft. Von den Gehalten dieser Gemeinschaft sollen die Kinder erfüllt sein in täglicher Selbstverständlichkeit. Diese Führung aber des Wissens durch Geist und Seele kann man nicht durch rationale Anweisungen schaffen, man kann sie nur absichtslos zum Wachsen bringen durch überzeugendes Vorleben in der Gesinnungsgemeinschaft der Schule.

(W. Erbe 1958)



Lebenslauf

1909   Geboren am 20. Juni in Reutlingen

1929   Abitur am Karls-Gymnasium Stuttgart

1927   Beginn des juristischen Studiums in Tübingen

1929   Weiterführung des Studiums in Berlin

1933   Erstes Juristisches Staatsexamen

1938   Assistent der Universität Berlin und Leiter der Bibliothek

1939   Promotion zum Dr. Jur. mit „Summa cum laude“

1940   Habilitation, Dozent an der Universität Berlin

1941   Ordentliche Professur in Berlin und Jena

1944   Nach dem 20. Juli (Attentat auf Hitler), Verhaftung Prof. Erbes und seiner Frau wegen „Vorbereitung des Hochverrats“.

1944   bis 1945 Haftanstalt Frankfurt an der Oder

1945   Im Februar Flucht aus Frankfurt/Oder nach Berlin

1946   Flucht aus Berlin nach Tübingen, wegen drohender Verhaftung durch die sowjetische Besatzungsmacht

1946   Ab November ordentliche Professur für bürgerliches und römisches Recht an der Universität Tübingen

1948   Rektor der Universität Tübingen

1948   Stadtrat in Tübingen bis in das Jahr 1967

1949   Wiederwahl zum Rektor der Uni Tübingen, Wahl zum 1. Vorsitzenden der westdeutschen Rektorenkonferenz

1951   Erster Präsident der deutschen UNESCO-Kommission

1952   Abgeordneter der verfassungsgebenden Landesversammlung von Baden-Württemberg

1953   Abgeordneter des Landtages von Baden-Württemberg bis 1967

1955   Verleihung des Großen Bundes-Verdienstkreuzes

1960   Kreisrat im Landkreis Tübingen bis 1967

1965   bis 1966 Vizepräsident des Landtages von Baden-Württemberg

1967   Am 3. Oktober stirbt Walter Erbe

1968   In diesem Jahr gibt der Gemeinderat unserer Schule den Namen: „Walter-Erbe-Realschule“

Impressum
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