Die reformpädagogische Alternative:
Seit dem Schuljahr (2008/09) werden alle neuen 5 er Klassen nach reformpädagogischen Ideen unterrichtet. Wir meinen, dass wir damit mindestens zum Teil eine Antwort geben, auf die schwieriger werdende Unterrichtssituation, auf die großen Unterschiede in Begabung und Sozialisation, auf die Tatsache, dass in Tübingen nahezu 70% aller Grundschüler auf das Gymnasium wechseln.
Seit dem Schuljahr 2002/03 wurde in den so genannten „Freinet-Klassen“ dieses Konzept weitgehend erprobt. Der vierte Freinetjahrgang macht in diesem Schuljahr seine Abschlussprüfung.
Unsere Pädagogik enthält verschiedene reformpädagogische „Bausteine“.
Der Morgenkreis in den Unterklassen dient dem „Ankommen“ aus dem Wochenende, ermöglicht gemeinsames Planen der Arbeit und hilft so zur Übernahme von Verantwortung und Stärkung der Persönlichkeit.
Unser Klassenrat ist ein Instrument, um die vielen alltäglichen Konflikte einvernehmlich zu lösen und stellt damit ein wichtiges Element zur Demokratieerziehung dar.
Wir rhythmisieren den Unterricht und teilen ihn, soweit möglich und sinnvoll in Doppelstundenblöcke ein.
Wichtige methodische Elemente zur Stärkung der Persönlichkeit und zur Übernahme von Verantwortung sind zahlreiche, fächerübergreifende Projekte schon in den Unterklassen und entsprechende Präsentationen.
Wir sind eine offene Ganztagesschule und bieten an drei Tagen – Montag, Dienstag und Donnerstag - Unterricht oder Betreuungsangebote an. Dabei achten wir auf attraktive Angebote aus vielen Bereichen.
An diesen drei Tagen gibt es in unserer Mensa ein Essensangebot auch mit vegetarischer Kost.
Das Lernen:
Wir versuchen, den Kindern selbst gesteuertes Lernen zu ermöglichen, d.h. sie können - meist in mehreren Fächern - im eigenen Tempo und in weitgehender eigener Verantwortung lernen.
Wir nehmen die Eltern bewusst mit in den Lernprozess: die selbstständige Arbeit der Schüler soll auch von den Eltern begleitet werden, Ergebnisse der Schularbeit werden den Eltern präsentiert.
Lernen soll – wo immer es sich anbietet – in projektartiger und damit die Fächer vernetzender Form stattfinden. Auch aus diesem Grund haben wir in den unteren Klassen Lehrerteams bei der Klassenführung.
Das soziale Lernen – die Identität mit der Schule:
Das vernetzte Lernen wird durch einen durchgängig strukturierten und ritualisierten Jahresablauf unterstützt. Er ist für jede Klassenstufe individuell gestaltbar aber bindend: So steht für die neuen Schülerinnen und Schüler gleich zu Beginn des Schuljahres ein mehrtägiges Kennenlernprogramm an. Das kann erlebnispädagogischen Zuschnitt haben, das kann der gemeinsame Besuch bei einer Naturschutzeinrichtung oder o. v. a......sein.
Auf jeden Fall sind soziale Elemente in Zusammenarbeit mit unserer Schulsozialpädagogin, Frau Drath, ein unverzichtbarer Bestandteil. Damit wollen wir – neben dem Klassenrat und dem Streitschlichterprogramm - unseren Anspruch auf eine gewaltarme Schule unterstreichen.
In Klasse 7 übernehmen die SchülerInnen als Paten Verantwortung für die neuen Fünftklässler. Sie sollen Ansprechpartner und Beschützer sein.
Ab dem kommenden Schuljahr können ebenfalls Schüler der 7. Klassen eine Ausbildung als Schülermentoren absolvieren, um dann für ihre jüngeren Mitschüler Angebote zu machen.
|