Sonntag, 5. September 2010
 


Für alle, die es noch nicht wissen, PROSOYA= PROGRAMA SOCIAL YANACHAGA in Peru umfasst ein Mädchen- und Jungenwohnprojekt und wird auch durch die WER unterstützt.
Beim Adventsbasar im November 2009 wurden rund 600,- € eingenommen, die wir an das Mädchenprojekt in Quillazu überwiesen haben.
Felix Rodriguez Isidro, der Leiter des Mädchenprojekts hat uns daraufhin eine email geschickt, in der er berichtet, dass das Geld mit in die Erneuerung der Wasserversorgung fließen soll. Er erzählt außerdem, dass seit September zwei deutsche Mädchen ein FSJ in Quillazu absolvieren und den Mädchen Deutschunterricht geben. Er hat auch Bilder mitgeschickt (s.unten).
Ein Bericht von Shirley Iparraguirre Quispe, die zusammen mit ihrem Mann Felix als Lehrerin in Quillazu arbeitet, erklärt das Problem mit der Wasserversorgung genauer:
Wo ist das Wasser geblieben?
Nach einem arbeitsreichen Tag kommen wir erschöpft nach Hause. Leider ist heute wieder einer dieser Tage, an denen es kein Wasser gibt. Wir müssen uns noch mehr einschränken als gewöhnlich. Daher heiβt es nun noch einmal: An die Arbeit! Um unsere täglichen Routinearbeiten zu erledigen, haben wir Gruppen gebildet. Eine Gruppe macht sich auf den Weg zum Fluss, um Wasser in Eimern und Schüsseln zu holen, eine andere Gruppe läuft zum Haus von Señora Máxima, bei der noch ein wenig Wasser aus dem Hahn tropft. An diesem Tag sammeln wir das Wasser zum Kochen und Spülen in Töpfen. Ein Glück, dass unsere Nachbarin ein so großes Herz hat! Später ist es Zeit für die Körperpflege, aber wo sollen wir uns heute waschen?




 
Da hat plötzlich eine Schülerin eine Idee: ” Was haltet ihr davon, wenn wir zum Fluss gehen? Dann können wir gleichzeitig uns und unsere Wäsche waschen?”
Alle sind mit dem Vorschlag einverstanden, und so nutzen wir die Gelegenheit, noch ein bisschen im Wasser zu spielen und zu baden. Félix und ich sitzen am Ufer und nehmen uns vor, nach den Quellen zu sehen, die die Schule, das Kloster und unsere Häuser mit Wasser versorgen sollten. Am folgenden Tag schlagen wir uns eineinhalb Stunden durch Gestrüpp und Unterholz, bis wir endlich die beiden Quellen finden. Zu unserer Überraschung erreicht der Wasserstand in dem fast 2 Meter hohen Tank kaum 10 Zentimeter. Wir fragen uns, welche Ursache diese Wasserknappheit haben könnte. Die Natur selbst gibt uns die Antwort: Die wahllose Abholzung des Waldes liegt schon viele Jahre zurück. Nun kann der Boden das Wasser nicht mehr speichern. Außerdem stammt das Rohrsystem aus den 40er Jahren. Tank und Leitungen sind defekt und abgenutzt. Wir sind überzeugt, es wird Zeit zu handeln. Zwei Probleme müssen in Angriff genommen werden. Wir benötigen nicht nur die Erneuerung der gesamten 1 km langen Wasserleitung und den Bau eines Klärbeckens, sondern auch im Quellgebiet muss dringend eine Wiederaufforstung mit heimischen Pflanzen durchgeführt werden, damit der Grundwasserspiegel wieder steigt. Nur so kann man die Wasserversorgung langfristig sichern. Da diese Aufgaben nicht nur viel Arbeit, sondern vor allem erhebliche finanzielle Mittel erfordern-der Kostenvoranschlag beläuft sich auf ca. 17000 Euro-hoffen wir voller Vertrauen darauf, dass zahlreiche Spender in Deutschland uns helfen werden.
Soweit der Bericht von Shirley.Wir sind nun gespannt wie es in PROSOYA weitergeht und was die beiden FSJlerinnen von ihrem Jahr berichten werden.
Aktuelles aus der WER: leider wird die angekündigte Spanisch-AG nicht stattfinden, da Frau Pinzon-Duarte nach Stuttgart umziehen wird. Für eine PROSOYA-AG fanden sich leider nicht genügend Interessenten bei den Fünftklässlern. Falls sich aber trotzdem jemand für das PROSOYA Projekt interessiert, kann er sich gerne mit mir in Verbindung setzen:
Karina Gültig, E-mail: karina.gueltig@uni-tuebingen.de
Tel: 07071 538110



 


  nuestra casa      

   

  reforestación


  toda la familia
  


 
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Informationen zum Projekt im Video betrachten


Der Film wurde 2009 von Christian Walenzyk gedreht und wird uns von
der WSW-Media Filmproduktion kostenlos
zur  Verfügung gestellt.


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