Samstag, 19. Mai 2012
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5C-073
5C-070
5C-069
Kennenlerntage der Klasse 5c in Bodelshausen
vom 23.bis 24.09.09


Morgens war die Aufregung schon groß, als fast alle Schüler, viele Eltern und ein ganzer Haufen Gepäck im Schulhof warteten. Mit ein wenig Verspätung ging es dann los. Dank der vielen hilfsbereiten Eltern, die Fahrgemeinschaften gebildet hatten, kamen wir schnell an unser Ziel. Das Waldheim in Bodelshausen.
Zuerst wurde das Matratzenlager in Beschlag genommen. Die Jungs waren so viele, dass sie zu viert auf drei Matratzen schlafen mussten. Die Mädchen dagegen konnten sich gemütlich ausbreiten. In beiden Zimmern herrschte jedoch bald das gleiche Durcheinander von Kleidungsstücken, Schlafsäcken, Süßigkeiten, Vesperdosen, Spielsachen, Kuscheltieren und verschiedenen Schuhen.
Kurze Zeit später trafen sich alle im Gemeinschaftsraum. Hier wurde jetzt ein Programm für die zwei Tage gemacht. Auch mussten verschiedene Dienste aufgeteilt werden. Bald waren die Ergebnisse auf Plakate, für jeden sichtbar, an die Wand geklebt und es war freie Zeit zum Erkunden der Gegend.
Natürlich war die Schlucht hinter dem Haus ein großer Anziehungspunkt. Im Bach wurden Frösche gefangen und sogar ein Feuersalamander wurde entdeckt und bestaunt. Leider hat sich ein Mädchen den Arm gebrochen als sie ausgerutscht ist. Sie wurde von ihrer Mutter abgeholt.
Inzwischen war auch unsere Schulsozialarbeiterin, Frau Drath, gekommen. Für sie war es eine willkommene Gelegenheit, hier die neuen Schüler kennen zu lernen.
Nach dem Mittagessen stand T-Shirt-Bemalen auf dem Programm. Während die eine Hälfte mit Frau Drath Spiele machte, begannen die anderen, unser
5c-T-Shirt zu bemalen. Auf jedem T-Shirt ist die Unterschrift von allen Schülern zu lesen und vorne drauf eine dicke Fünf mit C.
Als wir mit dieser Tätigkeit fertig waren, ging es in den Wald zum Holz holen. Die Jungs mussten Baumstämme, die sie kaum schleppen konnten, aus dem Wald zerren und neben der Feuerstelle mit Axt und Säge zerkleinern.
Am späten Nachmittag ist unsere Verletzte mit Gips am Arm wieder gebracht worden und war gleich wieder voll dabei.
Dank der fleißigen Jungs gab es abends ein tolles Feuer, an dem jeder seine mitgebrachte Wurst grillen und sich lange beim gemeinsamen Essen wärmen konnte. Als alle satt waren, brachen wir zu einer Nachtwanderung auf, bei der Taschenlampen nicht erwünscht waren. Um die Angst zu vertreiben, wurde laut geredet und gelacht, und alle Schülerinnen und Schüler waren durch dieses Erlebnis so aufgedreht, dass die eigentlich verordnete Bettruhe gegen 22:00 Uhr
auf 23:00 Uhr vertagt werden musste, bis endlich alle leise waren und bereit einzuschlafen. Am nächsten Morgen fingen einige Jungs um 5:00 Uhr an, Krach zu machen, so dass an Schlaf nicht mehr zu denken war. So kam es, dass wir draußen in dicken Pullis noch im Halbdunkeln frühstückten.
Die durch Schlafentzug gewonnene Zeit, nutzten wir für eine ausführliche Schnitzeljagd quer durch den Wald. Die vorausgehende Gruppe legte mit Sägemehl viele Irrwege und versteckte sich dann irgendwo mitten im Wald, wo sonst nur noch die Wildschweine hausen. Die nachfolgende Gruppe ließ sich aber nicht lumpen und stürmte mit viel Geschrei hinterher. Völlig ausgepowert kamen wir zwei Stunden später wieder ans Waldheim zurück.
Zum Mittagessen gab es dann die obligatorischen Spaghetti mit Tomatensoße, die die Kinder vom Küchendienst selbst gekocht haben. Das Wetter war so toll, dass wir jede Mahlzeit im Freien einnehmen konnten und der Appetit der Kinder immer riesengroß war.
Nach dem Essen mussten wir leider unseren Rückzug vorbereiten. Alle Schlafsäcke einpacken, die Waschbecken putzen, alles durchfegen, herrenlose Kleidungsstücke verteilen und Tische und Stühle aufräumen.
Als dann alles Gepäck am Wegrand gestapelt war, machten wir unsere Abschlussrunde. Einhellige Meinung aller Schüler war, dass die Tage hier viel Spaß gemacht haben, neue Freundschaften geschlossen wurden und dass wir so was bald noch mal machen sollten.
Die Jungs wollten für nächstes Mal mehr Platz zum Schlafen haben und die Mädchen nahmen sich vor nicht mehr so viel zu zanken.
Uns blieb noch Zeit, den letzten Kuchen aufzuessen und dann kamen auch schon die Eltern, um uns wieder abzuholen. Wir glauben, dass wir an den beiden Tagen viel für unsere Klassengemeinschaft tun konnten, und wir hoffen und wünschen uns natürlich, dass wir im nachfolgenden Schulalltag von unseren erlebnisreichen gemeinsamen Aktionen profitieren können und weiterhin das kreierte Wir-Gefühl und Miteinander stärken und ausbauen können, um eine optimale Lernsituation im Klassenzimmer zu ermöglichen. Der Anfang ist gemacht, und auch wenn die Tage anstrengend waren, so glauben wir, dass sich die Anstrengung gelohnt hat.


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