Tagebuch Verdun
22. Juni 2010
Heute ging es endlich los, unsere Fahrt nach Verdun. Ich war leicht aufgeregt. Die Busfahrt war genial. Nach längerer Zeit fuhren wir über die Grenze nach Frankreich. Dort erfuhren wir von der Maginot Linie, die aus einem Bunkersystem an der Grenze mit unterirdisch vernetzten Zügen bestand, damit die Soldaten schnell verschoben werden konnten. Unser erster Halt war der deutsche Soldatenfriedhof Thiaucourt, den ich sehr beeindruckend fand. Die vielen Gräber waren alle auf einer Wiese in Reihen. Wir haben auch Gräber von Juden gefunden. Die große Anzahl der Gräber hat mich erschrocken und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Nach dem wir diesen Friedhof verlassen hatten fuhren wir nur kurz mit dem Bus weiter bis wir wieder an einem Soldatenfriedhof hielten. Dies war jedoch nun der amerikanische Soldatenfriedhof St. Mihiel. Der Unterschied war unübersehbar, denn dieser Friedhof war ähnlich wie eine Parkanlage angelegt. Viele Bäume, der Rasen akkurat gepflegt und es gab mehrere Statuen genauso wie ein Gebäude im hinteren Teil des Friedhofes, das im altrömischen Stil gebaut war. Deutlich wurde, dass hier die Opfer der Siegermacht geehrt werden. Doch trotz der unterschiedlichen Arten der Friedhöfe waren beide sehr beeindruckend.
Bevor wir in Verdun ankamen, sahen wir uns noch ein Monument der Amerikaner auf dem ,,Trockenen Berg – Montsec“ an. Dieses Monument wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und danach wieder aufgebaut. Die Amerikaner bauten dieses Monument, weil sie den ,,Trockenen Berg“ wieder zurück erobert hatten.
Als wir nun in Verdun an unserem Hotel waren, gab es erst einmaI eine negative Überraschung für uns, da wir uns unter einem Hotel etwas besonders Tolles vorgestellt hatten und das Hotel diese Erwartungen leider nicht erfüllte. Denn die Zimmer waren extrem klein und Dusche und Klo waren komplett aus Plastik. Am Abend dieses ersten Tages gingen wir dann noch in die Stadt Verdun und besichtigten schon einen Teil davon,
23. Juni 2010
Der zweite Tag begann leicht stressig, da die Duschen sehr schnell belegt waren. Als wir dann gefrühstückt hatten, starteten wir zum Beinhaus „Ossuaire de Douaumont“. Das Beinhaus hat mich etwas überrascht, da ich mir etwas anderes darunter vorgestellt hatte. Ich dachte nicht, dass es so ein großes Gebäude ist, mit einer so großen Außenanlage. Denn um das Beinhaus ist ebenfalls ein Friedhof angelegt. Die äußere Anlage ähnelte dabei dem amerikanischen Soldatenfriedhof. Im Beinhaus selber gab es zwei Gänge, einen für die Franzosen und einen für die Amerikaner. Außerdem gibt es noch einem Turm, von dem man eine prima Aussicht hat. Auf dem Weg nach oben sind Kriegsgegenstände aus dem ersten Weltkrieg ausgestellt. Dies war sehr interessant, da ich da zum ersten Mal die genauen Waffen usw. gesehen habe. Im Beinhaus gibt es auch ein Untergeschoss, in diesem gibt es einen Souvenirladen und einen Raum, in dem wir einen kurzen Film zu Verdun und dem Beinhaus gesehen haben.
Die zwei Dinge, die mich jedoch am meisten beeindruckt haben, waren erstens die unzähligen Knochen, die man durch das Fenster sehen konnte und die Außenanlage mit dem Friedhof.
|