Tage der Orientierung – zu Gast im Kloster Heiligenbronn
Es jährte sich nun schon zum 9. Mal, dass sich evangelische Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen im Fach Religion, zusammen mit ihrem Religionslehrer, Herrn Rudolf Renner, auf den Weg nach Heiligenbronn machten, um sich das Klosterleben einmal vor Ort anzuschauen. Nachdem die Gruppe vormittags an der Bushaltestelle von Schwester Johanna abgeholt worden war und die Zimmer bezogen hatte, begann sie die gemeinsame Zeit mit einer Kennenlernrunde.
Danach recherchierte die Gruppe erst einmal auf eigene Faust die Besonderheiten des Ortes, die wir anschließend zusammentrugen. Da das Kloster ein Teil der „Stiftung St. Franziskus“ ist, konnten die SchülerInnen neben den Klostereinrichtungen auch Schulen, Werkstätten und weitere Einrichtungen entdecken.
Dann machten wir uns nochmals gemeinsam auf einen Rundgang durch das Gelände, wobei der Start natürlich an der Gnadenquelle war, dem Ursprung des Ortes. Im Garten der Sinne endete der Rundgang mit einem Blindenführerspiel. Sr. Johanna informierte an diesem Ort auch über die Geschichte Heiligenbronns.
Nachmittags besuchten wir die Blinden- und Gehörlosenwerkstätten. Faszinierend anzusehen war die Herstellung von Bürsten und Körben jeglicher Art. Auch die Gespräche mit den Arbeitskräften waren aufschlussreich. Mancher war doch sehr erstaunt, welche Leistungen hier erbracht werden. Das Einverständnis, dass sich die blinden und sehbehinderten Menschen über die Schulter „gucken“ lassen, und die damit verbundenen Erfahrungen waren sicherlich ein besonders beeindruckender Teil dieser „Tage der Orientierung“.
Anschließend haben wir uns nochmals näher mit dem Stundengebet beschäftigt, zu dem wir uns drei Mal am Tag mit der Schwesterngemeinschaft in der Kapelle zusammenfanden.
Abends besuchten wir die Gruppe „Fridolin“. Hier begegneten wir wieder einigen Menschen, die wir schon in den Werkstätten kennen gelernt hatten.